75 Jahre danach -gedacht

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In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 wurden vom nationalsozialistischen Regime organisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen Juden im gesamten Deutschen Reich durchgeführt.

Dabei wurden vom 7. bis 13. November 1938 etwa 400 Menschen ermordet oder in den Selbstmord getrieben. Über 1.400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört. Ab dem 10. November wurden ungefähr 30.000 Juden in Konzentrationslagern inhaftiert, von denen Hunderte ermordet wurden oder an den Haftfolgen starben.

Die Pogrome markieren den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung, die knapp drei Jahre später in den Holocaust an den europäischen Juden im Machtbereich der Nationalsozialisten mündete.
Zum Gedenken an die Opfer und zur Mahnung rechtzeitig nationalistischen, rassistischen und faschistischen Gedankengut und Handeln entgegenzutreten, sich für Toleranz, und ein friedliches Miteinander von Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern, Kulturen und Religionen stark zu machen, will die aej saar mit verschiedenen Aktivitäten an die damaligen Geschehnisse erinnern und zum Engagement aufrufen.

2015-02-25T15:02:42+00:00 09.11.2013|Allgemein, Nationalsozialismus|